St. Barnabas Kloster
Das St. Barnabas Kloster wurde in Salamis auf der im Jahre 488 entdeckten Grabanlage des Heiligen errichtet. Die denkwürdige Entdekung der Grabstätte bewirkte die Unabhängigkeit des Klosters von der griechisch-orthodoxen Kirche, da sie den mächtigen byzantinischen Herrschaft Zenon von dem Heiligtum der Kirche überzeugte. Die Ereignisse dieser Unabhängigkeitserklärung sind ein beliebtes Thema zypriotisch-orthodoxer Ikonographie und werden in den vier Fresken der Kirche dargestellt.

Das Kloster zeigte zwei Kilometer westlich der antiken Stadt Salamis und wurde nach einem der Gründer der griechisch-orthodoxen Kirche banannt - St. Barnabas.Der Bau besteht aus einer Kirche und dem Kloster, die nun das Ikonenmuseum und das archäologische Museum beherbergen und einer Kapelle auf der Grabstätte des Barnabas.
Laut dem Neuen Testament war St. Barnabas ein früher Christ aus dem israelitischen Stamm Levi,der in Salamis auf Zypern als Sohn einer jüdischen Familie geboren wurde.Seine hellenistisch-jüdischen Eltern tauften ihn Joseph,als er jedoch 33 n. Chr.eine christliche Gemeinde in Jerusalem mit dem Verkaufserlös eines Gutes förderte, wurde er Miglied der gemeinde und enthielt somit einen neuen Namen: Barnabas.
Barnabas wurde in jerusalem neu getauft und zum Erzbischof con Salamis ernannt. Im Jahre 45 n.Chr. kehrte er nach Zypern zurück und bagann im Geschäft seines ehemaligen Klassenkameraden St.Paul und dessen Neffen Johannes Markus zu arbeiten.Zu dem Zeitpunkt gab es eine große jüdische Gemeinde auf Zypern und so machte es sich St. Barnabas zur Aufgabe, sie zum Christentum zu konvertieren. Seine Bemühungen erzielten wenige Erfolge, er erregte jedoch durch seine Hartnäckigkeit das Interesse des römischen Herrschers Sergius Paulus, welcher die Insel daraufhin zum ersten Land mit einem christlichen Führer ernannte.
Der zweite Besuch von Barnabas auf Zypern im Jahre 75 n.Chr. war weniger erfolgreich- er wurde festgenommen, in einer dunklen Zelle der Synagoge in Salamis eingesperrt und noch in der selben Nacht voneiner Gruppe Syrer zu Tode gesteinigt.Seine Leiche wurde verbrannt, seine sterbliche Überreste in ein Laken gewickelt und ins Meer geworfen, damit seinen Anhängern kein Andenken an ihn blieb. Johannes Markus und einige zum Christentum bekehrte Sklaven der Tempel Ariston, Timon und Rhodon hatten die Gräueltat jedoch beobachtet, zogen die geschändete Leiche des Apostels aus dem Meer und setzte sie heimlich unter einem Johannisbrotbaum westlich von Salamis bei. Johannes Markus legtenoch eine Abschrift des Matthäus –Evangeliums auf die Brust des Toten und verschlossen das Grab. Die Gruppe eilte von den Juden dicht gefolgt davon. Sie wurden bis zu den Paraskevi Höhlen in Nicosia verfolgt,es gelang ihnen jedoch,auf ein Schiff in Karavostasi (Gemikonağı) zu gehen, welches sie nach Alexandria in Ägypten brachte. Da die Unterdrückung des Christentums auf Zypern fortgeführt wurde, geriet das Grab des Barnabas sehr bald in Vergessenheit.
Die zyproitisch-orthodoxe Kirche stand lange unter dem patriarch von Antiochia.Als das Grab des Apostels jedoch im Jahre 477 n.Chr.wiederentdeckt wurde, gelang es dem erzbischof, den Kaiser Zenon in Kostantinopel davon zu überzeugen, dass die vom heiligen Barnabas gegründete Kirche nicht weniger apostolisch sei als die von Antiochia und ihr mithin ebenbürtig. So gelang es der Kirche, ihre Selbsständigkeit zu erlangen. Die Ereignisse jenes Jahres werden in den vier Fresken in einem düsteren Nebenraum gleich rechts am Eingang der Kirche dargestellt. Sie stammen von den drei Klosternbrüdern Charitan, Stephanos und Barnabas, die sich 1917 der Kirche verschrieben hatten. Die erste Freske hat Ähnlichkeit mit einer Malerei in der Aghios loannis-Kathedrale im Süden Nicosias und zeigt die Vision des Erzbischofs Anthemios, die ihn zum Grab des apostels geführt hatte. Dia Zweite bildet die Auffindung des Grabes,die Dritte die Begegnund mit Keizer Zenon und die Zeremonie im Garten der St. Stephans-Kirche in Kostantinopel sowie Anthemios,der ihm in Begleitung von drei Priestern die Bibel überreicht. Diese Bibel ruht noch immer in der St. Stephans-Kirche - aus ihr wird jedes Jahr am Karfreitag vorgelesen.Die vierte und letzte Freske zeigt die Vergabe der Privilegien.Der zypriotische Erzbischof war nach dieser Vergabe der Privilegien.Der zypriotische Erzbischof wan nach dieser Vergabe dazu berechtigt, Dokumente mit derselben roten Tinte wie der bisantynische Imperator zu unterzeichnen, eine traditionelle lila-farbige Robe und ein silbern und goldenes Kreuz um seinen Halz zu tragen. Bilder von St. Barnabas mit dieser traditioneller Robe sind auf einigen zypriotischen Bischofsstühlen abgebildet.
Das Kloster in seiner heutigen Form besteht seit seinem Bau durch Erzbischof Philoteus im Jahre 1756. Der Glockenturm wurde 1958 von den drei Mönchbrüdern restauriet, welche auch die Restauration und die Erneurung des Klosters durch den Verkauf ihrer Kunswerke finanzierten. Der 11. Juni ist ein ähnlicher Feiertag wie Allerheiligen-er wurde bis zur Teilung Zyperns 1974 traditionell mit einer Messe und einem Fest gefeiert. Diese Feste waren bei den Awohnern der Region sehr beliebt-in Massen kamen sie, um Geschichten aus Barnabas Leben und Lesungen der Bibel zu lauschen, welche in modernes Griechisch übersetzt waren. Nachdem es die Feierlichkeiten für 31 Jahre nicht gab, wurden sie zum ersten Mal 2005 wieder eingeführt.
Ungefähr 100 Meter östlich der Klosteranlage befindet sich das Mausoleum,welches auf der Grabstätte des Apostels erbaut wurde. Sie wurde von einer ergebenen Anhängerin namens Eugenia Theodotou aus Nikosia im jahre 1953 restauriert. Vierzehn Stufen führen in das leere Grab hinunter, neben denen aus einer Felsplatte eine während der Tockenzeit oft versigende Quelle entspringt, der eine Heilwirkung nachgesagt wird.
Obgleich die Klosteranlage leer steht, seitdem sie 1976 von den Mönchsbrüdern verlassen wurde, zieht sie nach wie vor eine große Anzahl an Touristen an.991 wurde ein Restaurationsprojekt in die Wege geleitet,das St. Barnabas Ikonen- und Archäologiemuseum gegründet und der Garten neu angelegt. Der restaurierte Bau wurde am 29. Mai 1992 eröffnet- und ein besuch der Ausstellungsräume ist sehr zu empfehlen.
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